Bed Time Story – die Erste

Auf die Idee hat mich meine liebste Freundin gebracht…warum nicht Gute Nacht Geschichten für Mamas schreiben? Für Mamas, die gerade im Bett liegen und stillen. Für Mamas, denen gerade vom Nachwuchs die Decke geklaut wird. Oder für Mamas, die abends feststellen, dass sie den ganzen Tag über noch keinen ruhigen Moment für sich hatten. Vielleicht auch für Mamas, die noch etwas Zuspruch brauchen und hören wollen, dass es überall dasselbe ist!

Also liebe Mamas- hier meine erste Bed-Time Story!

Ich liege gerade ebenfalls im Bett und lasse den Tag Revue passieren. Arbeit, Haushalt, Kaffeetrinken; alles ganz gewöhnlich heute. Keine besonderen Vorkommnisse…bis auf eins!

Als ich mich heute morgen angezogen habe und ich hüpfend in meine Jeans gestiegen bin – ihr wisst schon, welche Art von Hüpfen ich meine – stand ich dabei vor dem Spiegel und hab mich erschrocken. Aber so richtig! Die Hose ging hoch, das war nicht das Problem. Aber die neue Problemzone hat mich umgehauen. Nicht nur ich war am Hüpfen, meine Pausbäckchen taten das gleiche! Uff!

Habe direkt dann noch eine Schicht meiner Tagescreme ins Gesicht geschmiert. Viel hilft ja bekanntlich viel.

Leute! Über was man alles stolpert, wenn man im falschen Moment am falschen Ort {vor dem Spiegel} steht.

In dem Zusammenhang ist mir ein Gespräch eingefallen, an dem ich vor vielen Jahren teilnehmen durfte. Ich glaube, ich war damals 18 oder 19 Jahre jung! Meine liebe Lieblings-Tante und ihre Freundin sprachen über eine Problemzone, von der ich bis dato noch nie etwas gehört hatte. Und von der ich damals glaubte zu wissen, das passiert mir nicht. Mir fehlt da die Veranlagung. Ausgeschlossen!

Falsch gedacht! So mit Mitte 30 {wann ist das eigentlich passiert?} gibt es außer Bauch-Beine-Po tatsächlich Stellen am Körper, die man nur mit einer bestimmen Anordnung zweier Spiegel feststellen kann.

Habt ihr schon mal euren Rücken betrachtet, wenn ihr einen BH tragt? Was soll ich sagen, die Erkenntnis, dass ich mich mit 18 getäuscht habe, hat mich hart getroffen. Und ich habe mich reumütig in Gedanken bei meiner Tante und ihrer Freundin entschuldigt, weil ich so hochtrabend gedacht habe.

Da sagen immer alle, man soll sich annehmen, wie man ist. Joa, das ist aber leichter gesagt als getan! Jeder von uns hat so seine Problemzonen, die nicht für jeden zu erkennen sind. Die meisten von uns haben etwas an sich auszusetzen. Ob das nun nachvollziehbar oder ein Hirngespinst ist – völlig egal! Aber wir können alle etwas dagegen tun! Ich zum Beispiel; ich werde meine Hose morgen einfach im Schlafzimmer anziehen – da gibt’s keinen Spiegel. Und größere BHs habe ich inzwischen auch. Das löst zwar nicht das eigentliche „Problem“, aber es kaschiert. Theoretisch könnte ich ja auch auf mein super schickes Hightech-Rudergerät im Keller gehen, praktisch hatte ich aber heute, gestern und vorgestern keine Lust. Stattdessen freue ich mich gerade über meine Geheimration von Schoko-Rosinen. Ich liebe die Dinger!

Ich könnte sagen, unsere Körper leisten Großartiges! Wir würden ohne dieses flexible Bindegewebe weder die Schwangerschaft noch die Geburt überstehen. Technisch gesehen. Will ich aber nicht! Haben wir uns schließlich so nicht ausgesucht. Evolutionär gesehen.

Eher würde ich sagen, es ist völlig okay, dass wir hin und wieder mit uns hadern. Es ist okay, dass wir mit den Dehnungsstreifen nicht einverstanden sind und uns nach dem Abstillen der traurige Rest eines schönen Busens nicht gefällt.

Und machen wir uns nichts vor! Wir werden nicht jünger…der Zahn der Zeit und so. Alles biologisch und physikalisch vorhersehbar!

Also liebe Mamas. Jammern ist erlaubt! Schließlich sind wir {meistens} diejenigen, die die so genannte Care-Arbeit leisten. Wir schlafen weniger, essen oftmals in Eile, haben keine Zeit für Sport oder keine Energie und stellen uns viel zu oft hinten an! Alles gute Gründe, Erklärungen und Ausreden.

Aber wisst ihr was ich glaube? Wenn wir wollen, können wir uns da gegenseitig unterstützen und viel öfters Komplimente verteilen! Andere sehen so oft Dinge, die uns vor lauter Gejammer gar nicht auffallen. So hören wir was Nettes, freuen uns und lernen besser mit Komplimenten umzugehen. Das ist ja auch so was, was mir persönlich schwer fällt…ein Kompliment annehmen.

So, meine Schoko-Rosinen sind leer! Gute Nacht!

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