Verspätet – aber von Herzen!

Unser Jahr 2020 ist richtig turbulent gestartet. So turbulent, dass ich nur von Tag zu Tag geplant habe und mir erst Anfang März aufgefallen ist, dass in der Küche noch unser alter Familienplaner hängt. Wahrscheinlich hatte ich in der Zeit schon mehr Geburtstage vergessen, als üblicherweise.

Also habe ich mir nicht nur einen schönen Kalender für die Küche bestellt, sondern auch einen extra großen für meine Arbeitstasche. Beide wirklich sehr hübsch und ansehnlich. Vor allem beim Familienplaner in der Küche lege ich großen Wert darauf, dass er vor seiner Funktion als täglicher Reminder vor allem hübsch sein muss. 

Ihr könnt gar nicht glauben, wie lange ich mich gegen ein solches Exemplar gewehrt habe. Für mich war es der Inbegriff der Spießigkeit. Meine Art, das Erwachsensein zu boykottieren – bei uns gab es keine Küchenuhr, keinen Küchenwandkalender und schon gar keinen Familienplaner!

Allerdings – und das ist kein Geheimnis – bin ich seit jeher schusselig und leider funktioniert mein Kopf an manchen Tagen, wie ein Sieb. Soll heißen, dass ich das Kind nur mit Rucksack in die Schule schicke, obwohl es die volle Ausstattung braucht. Dass ich bei Terminen gerne mal die Einheiten erhöhe und morgen um 15 Uhr, statt heute um 14 Uhr komm. Dass ich an schulfreien Tagen vor dem Klassenzimmer saß und mich wunderte, warum der Hausmeister mich so schief anguckt. Okay – das ist lange her – aber genau solche Sachen meine ich, wenn ich sage, ich bin ein Schussel. Daher gibt es jetzt einen Familienplaner. Der Kalender in meinem Handy synchronisiert sich mit dem auf meinem Rechner und täglich werde ich von einem der beiden um 09:55 Uhr daran erinnert, um 10 Uhr meine Termine zu prüfen. Kein Scherz!

Zurück zu meinen schönen Kalendern. Sie kamen Mitte März bei mir an. Waren zwar wirklich hübsch, aber quasi ab Lieferdatum völlig nutzlos. Es gab einfach nichts einzutragen.

Die ersten drei Wochen habe ich es trotzdem noch gemacht und solche Sachen notiert, wie Bad putzen, Kinderzimmer streichen und Sport (!!!). 

Den Sack Reis in China hätte das vermutlich mehr interessiert, als meine Tagesplanung in dieser verrückten Zeit.

Es ist also folgendes passiert: Der Küchen-Familienplaner steht heute noch auf Mai – leer. Nicht mal die Spalten sind mit Mama, Papa, Krümel und Minimann beschriftet.

Und mein großer, übersichtlicher, rosa Kalender liegt zu dekorativen Zwecken auf dem Sideboard. Wie heißen noch mal die Bücher, die man sich schick auf den Wohnzimmertisch legt? Ja, mein Kalender liegt also like a „coffee table book“ auf unserem Sideboard und sieht nur noch hübsch aus. Immerhin!

So lange Rede…eigentlich will ich mich auf diesem Wege nur bei allen entschuldigen, deren Geburtstag ich dieses Jahr vergessen habe! Es war keine böse Absicht. Ich habe euch trotzdem alle gern und wünsche euch von Herzen nur das Beste! 

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