It´s a Girl – wenn sieben das neue 14 ist

…steht so manchen Eltern ein Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Letzte Woche sagte doch das Krümelkind, es hätte gern ein bauchfreies T-Shirt. Dass sich das Kind an meiner Schminke bedient, habe ich ihrer Kreativität zugeordnet. Dass sie seit über zwei Jahren einen Verliebten hat, ist inzwischen auch verarbeitet. Aber, dass sie nun statt Elsa Kleider und glitzernden Katzen-Shirts ein bauchfreies Oberteil haben will, übersteigt nicht nur meine Vorstellungskraft, sondern vor allem auch meine Toleranzgrenze.

Ich weiß ja noch aus eigener Erfahrung, das solche Debatten zur Tagesordnung gehören. Aber ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich wesentlich älter war, als das Krümelkind jetzt.

Schön daran ist nur, dass man als Mama dann einfach am längeren Hebel sitzt und auch gewillt ist, diesen zu benutzen.

Da kommt wohl noch so einiges auf uns Mädchen-Mamas zu. Aber ich glaube, die Dispute um die Kleiderfrage oder das frühzeitige Benutzen von Wimperntusche sitze ich lieber – vielleicht sogar geduldiger – aus, als das Mitansehen, wie sich Jungs in dem Alter schon ihre Bauchmuskeln gegenseitig demonstrieren. Leider kein Phantasiewitz – solltet ihr das jetzt denken. Ich habe es zwar nicht mit eigenen Augen gesehen, aber es wurde mir aus erste Quelle berichtet, wie sich diese Dreikäsehochs auf einem Kindergeburtstag beim Anspannen ihrer Muskeln gebattlet haben und die jungen Hühner dabei fast ausgerastet sind. In der Annahme natürlich, die Jungs würden das nur ihretwegen machen.

Verrückte Welt. Wenn wir schon so auf Instagram, Pinterest und all die anderen Seiten im Web anspringen – wie wird es dann unseren Kinder gehen, wenn sich ihr Medienkonsum altersgemäß weiter ausprägt, sie selbst aber noch gar nicht über die emotionale Reife verfügen, diese ganzen Einflüsse und Eindrücke richtig einzuordnen?

Da ich ja nun mal Mädchen- und Jungenmama bin, weiß ich noch nicht so richtig, wie ich damit umgehen möchte. Oder kann! Das Krümelkind gackert, sobald es einen Jungen sieht und der Minimann gibt den Ober-Macho. Ich glaube, ich werde viel Kaffee brauchen. Oder Bier. Vielleicht auch den ein oder anderen Zigarillo. Aber vor allem starke Nerven.

Und mich jeden Tag aufs Neue ermahnen, den Kindern ein gutes Beispiel zu sein. Es braucht keine bauchfreien T-Shirts um cool zu sein und keine Macho-Allüren, um von anderen als echten Kerl angesehen zu werden.

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